Kreiswerke Cham – Zonenpumpwerke Neubäu-Ost und Neubäu-West
Zukunftssichere Trinkwasserversorgung durch hocheffiziente Pumpentechnik
Modernisierung der Zonenpumpwerke Neubäu-Ost und Neubäu-West
Kreiswerke Cham | Wasserwerk Neubäu | Roding
Eine sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung stellt höchste Anforderungen an Technik, Verfügbarkeit und Energieeffizienz. Im Wasserwerk Neubäu der Kreiswerke Cham wurde deshalb die bestehende Pumpentechnik umfassend modernisiert.
Gemeinsam mit den Kreiswerken Cham realisierte der WILO-EMU Anlagenbau die Erneuerung der beiden Zonenpumpwerke Neubäu-Ost und Neubäu-West – und das im laufenden Betrieb. Von der Pumpentechnik über die Verrohrung und Druckkessel bis hin zu Frequenzumformern und Schaltanlagen wurde die Modernisierung als ganzheitliche Lösung aus einer Hand umgesetzt.
2,615 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr
Die Trinkwasseraufbereitungsanlage Neubäu bildet einen wichtigen Baustein der Wasserversorgung der Kreiswerke Cham. Über die beiden Zonenpumpwerke wird das aufbereitete Trinkwasser in Richtung Roding und Reichenbach verteilt.
Gemeinsam förderten die beiden Pumpwerke rund 2,4 Mio. m³ Trinkwasser pro Jahr. Die neue Anlage wurde auf 2,615 Mio. m3 ausgelegt. Damit übernimmt die Anlage eine zentrale Rolle für die zuverlässige Versorgung der angeschlossenen Bevölkerung.
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Hauptpumpwerk
Das bestehende Hauptpumpwerk ist entsprechend der Wasserverteilungsrichtung in zwei Pumpzonen gegliedert:
Neubäu-Ost: Förderrichtung Roding
Neubäu-West: Förderrichtung Reichenbach
Mit der Modernisierung sollte die vorhandene Technik nicht nur ersetzt, sondern gezielt für die zukünftigen Anforderungen an Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und flexible Betriebsweise optimiert werden.
Planung mit Blick auf das Jahr 2040
Grundlage für die Auslegung der neuen Pumpentechnik war eine Betrachtung des zukünftigen Wasserbedarfs. Größere Neuerschließungen oder Übernahmen zusätzlicher Versorgungsgebiete waren für den Betrachtungszeitraum zunächst nicht vorgesehen.
Der prognostizierte Mehrbedarf wurde daher insbesondere anhand der bisherigen Entwicklung der Hausanschlüsse ermittelt. Für die Planung wurde von durchschnittlich 80 neuen Hausanschlüssen pro Jahr ausgegangen.
Auf dieser Basis wurde der erwartete Wasserbedarfszuwachs bis zum Jahr 2040 berechnet. Die erforderlichen Förderleistungen der beiden Pumpwerke wurden anschließend unter Berücksichtigung des spezifischen Tageswasserbedarfs und der vorgesehenen Pumpenlaufzeiten dimensioniert.
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Das Ziel
Das Ziel:eine leistungsfähige Pumpentechnik, die heute effizient arbeitet und gleichzeitig ausreichend Reserven für die zukünftige Entwicklung bietet.
Vier Hocheffizienzaggregate für maximale Flexibilität
Für die neue Pumpentechnik fiel die Wahl auf vier leistungsfähige und kompakte Hocheffizienzaggregate der WILO-Baureihe Wilo-Actun ZETOS K10.260-3.
Zum Einsatz kommen Permanentmagnetmotoren des Typs NU711-4/90 mit jeweils 90 kW Nennleistung. Die Pumpen werden über Frequenzumformer drehzahlgeregelt betrieben. Dadurch kann die Förderleistung flexibel an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
Die Aggregate wurden jeweils in einem Druckmantel, vertíkal aufgestellt ausgeführt. Für eine zusätzliche Optimierung der hydraulischen Eigenschaften und eine hohe Beständigkeit wurden die Pumpen mit einer Ceram-CT-Beschichtung ausgestattet.
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Die Auswahl der Pumpen
Bei der Auswahl der Pumpen wurde besonderer Wert auf einen effizienten Betrieb über einen möglichst großen Einsatzbereich gelegt. Die Maschinen für die Förderrichtung Roding wurden etwas leistungsstärker ausgelegt. So stehen bei Bedarf zusätzliche Leistungsreserven zur Verfügung, ohne dabei die Energieeffizienz des normalen Betriebs zu beeinträchtigen.
Geprüfte Effizienz – vom Pumpenlaufrad bis zum Gesamtsystem
Effizienz beginnt nicht erst im Betrieb. Deshalb wurden alle Pumpenaggregate bereits im Werk umfassend geprüft.
Die Abnahmeprüfung erfolgte gemäß ISO 9906 / Klasse 1U im Beisein des Kunden. Darüber hinaus wurde ein kompletter System-Probelauf auf dem Prüfstand mit Frequenzumformer und Sinusfilter durchgeführt.
Dabei wurde der Wirkungsgrad des gesamten Antriebssystems betrachtet:
Pumpe + Elektromotor + Frequenzumformer + Sinusfilter
So konnte nicht nur die Leistungsfähigkeit der einzelnen Pumpe, sondern die Effizienz des kompletten Systems unter realitätsnahen Bedingungen überprüft werden.
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Beeindruckende Wirkungsgrade
Die geprüften Betriebspunkte zeigen die hohe Effizienz der eingesetzten Technik:
| Förderstrom | Förderhöhe | Pumpenwirkungsgrad | Motorwirkungsgrad |
| 50 l/s | 58 m Ws | 83,07 % | 92,30 % |
| 50 l/s | 78 m Ws | 80,38 % | 93,32 % |
| 60 l/s | 63 m Ws | 84,36 % | 93,10 % |
| 60 l/s | 81 mWs | 83,29 % | 93,58 % |
| 70 l/s | 68 m Ws | 83,90 % | 93,55 % |
| 70 l/s | 85 m Ws | 84,37 % | 93,55 % |
Alle geforderten Leistungs- und Wirkungsgradwerte wurden eingehalten und übertroffen
Damit konnte bereits vor der Installation nachgewiesen werden, dass die gewählte Kombination aus Pumpe, Motor und Antrieb die geforderten Betriebspunkte zuverlässig und effizient abdeckt.
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Modernisierung im laufenden Betrieb
Eine besondere Herausforderung des Projekts war die Umsetzung der umfangreichen Modernisierungsarbeiten bei gleichzeitig laufender Wasserversorgung.
Hier spielte die ganzheitliche Projektabwicklung durch den WILO-EMU Anlagenbau eine entscheidende Rolle. Statt einzelne Gewerke isoliert zu betrachten, wurde die Modernisierung als integrierte Gesamtlösung umgesetzt.
Zum Leistungsumfang gehörten unter anderem:
- Lieferung und Einbau der neuen Pumpenaggregate
- Erneuerung bzw. Anpassung der Druckkessel
- Erneuerung und Anpassung der Verrohrung
- Frequenzumformer
- Schaltanlagen
- Inbetriebnahme und Systemprüfung
- Abstimmung und Optimierung der Gesamtanlage
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Alles aus einer Hand – von der Pumpentechnik bis zur elektrischen Ausrüstung
Referenzanlage Zonenpumpwerke Neubäu-Ost und Neubäu-West 2026
Durch die abgestimmte Planung und Umsetzung konnten die einzelnen Komponenten optimal aufeinander angepasst und die erforderlichen Betriebsbedingungen sichergestellt werden.
Bereit für die Anforderungen der Zukunft
Mit der Modernisierung der beiden Zonenpumpwerke Neubäu-Ost und Neubäu-West haben die Kreiswerke Cham ihre Trinkwasserförderung technisch auf einen modernen und zukunftsorientierten Stand gebracht.
Die neue Anlage verbindet:
✓ hohe Versorgungssicherheit
✓ energieeffiziente Pumpentechnik
✓ bedarfsgerechte Drehzahlregelung
✓ hohe Betriebssicherheit
✓ zusätzliche Leistungsreserven
✓ moderne elektrische Steuerungs- und Schalttechnik
Zukunftssichere Infrastruktur für rund 80.000 Menschen
Der Ausbau des Süd-Ost-Verbundes blickt auf eine längere Entwicklung zurück. Bereits Ende der 1990er-Jahre wurde der erste Abschnitt des Verbundes errichtet, über den Pirk und Schirmitz an die Steinwaldgruppe angeschlossen wurden.
Mit der neuen Verbindung zwischen Etzenricht und Pirk/Schirmitz wurde dieser Verbund nun konsequent weiterentwickelt.
Die Steinwaldgruppe versorgt heute rund 80.000 Menschen in 34 Kommunen und Zweckverbänden. Jährlich werden mehr als drei Millionen Kubikmeter Trinkwasser gefördert, aufbereitet und verteilt.
Das neue Pumpwerk Pirk/Schirmitz leistet gemeinsam mit der neuen Verbindungsleitung einen wichtigen Beitrag dazu, diese Versorgung langfristig sicher und flexibel zu gestalten.
Die umfangreiche technische Ausstattung – von den leistungsstarken WILO-Pumpen über die Druckstoßsicherung und Frequenzumrichter bis hin zur mobilen Notstromversorgung – wurde dabei konsequent auf einen zuverlässigen Verbundbetrieb ausgelegt.
Für die Menschen in der Region bleibt ein großer Teil dieser Technik im Alltag unsichtbar. Ihre Bedeutung zeigt sich vor allem dann, wenn Wartungsarbeiten, Störungen oder außergewöhnliche Versorgungssituationen bewältigt werden müssen. Genau für diese Fälle schafft das neue Pumpwerk zusätzliche Sicherheit und Flexibilität – und damit eine wichtige Grundlage für eine zuverlässige Trinkwasserversorgung. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete der WILO-EMU Anlagenbau: Mit seiner technischen Kompetenz und der Umsetzung der entsprechenden Anlagentechnik trug das Unternehmen maßgeblich dazu bei, die Voraussetzungen für einen zuverlässigen und zukunftssicheren Betrieb des Pumpwerks zu schaffen.












